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Brindisi: Laghi Alimini und Torre Guaceto

Zwei Gebiete an der Küste Salentos sind besonders erwähnenswert: Das Naturschutzgebiet von Torre Guaceto und das Naturschutzgebiet der Alimini-Seen.

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Sand, Felsen, kristallklares Wasser und unberührte Natur. An der Küste Salentos folgen wunderschöne Sandstrände steil ins Meer abfallenden Felsklippen. An anderen Abschnitten ist die Küste dagegen wilder, mit Grotten und Felsspalten, die sich in herrlichen Farben im Wasser spiegeln. Zwei Gebiete verdienen in dieser traumhaften Umgebung besonderer Aufmerksamkeit: Das Naturschutzgebiet von Torre Guaceto und das Naturschutzgebiet der Alimini-Seen.

Torre Guaceto

Die sich etwa 18 km nördlich von Brindisi befindende Oase von Torre Guaceto wurde Ende der 70er Jahre gegründet und umfasst circa 1200 ha mit einer 8.000 m langen Küstenlinie. Sie vereint zwei Ökosysteme: die etwa 730 Hektar große am Meer gelegene Riserva Marina und die circa 210 Hektar umfassende Zona umida (Feuchtgebiet) von internationaler Bedeutung. Der das Gebiet überragende, an der Küste gelegene Wachturm von 1531 ist heute Sitz des Zentrums für Umweltkunde.

Das Gebiet des mit dem Gesetz 979/82 gegründeten Naturschutzgebietes schließt auch fünf kleine Inseln ein. Die hier zu Tage gebrachten archäologischen Funde, die von der Urgeschichte bis zum späten Mittelalter reichen, lassen auf ihre Besiedlung schließen. Die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes sind reichhaltig. Am Meeresgrund befindet sich die als apulische precoralligeno bekannte Biozönose, die an einigen Stellen wie eine echte Koralle aussieht. Das Meer beheimatet außerdem Schildkröten der Arten 'caretta caretta' und "liuto" sowie Delfine.

Das Feuchtgebiet besteht aus der mediterranen Macchie, den Sümpfen und Stränden. Im Gebiet der mediterranen Macchie leben Säugetiere wie Dachs, Wiesel, Fuchs und kleine Nagetiere, außerdem Reptilien wie Smaragdeidechsen und andere ortspezifische Eidechsen-Arten. Die Flora besteht im wesentlichen aus Myrte, Mastixstrauch, Akazie saligna, Ginster, Steineichen und jahrhundertealten Wachholderpflanzen, die gemeinsam das niedrige Gestrüpp der Macchie bilden.

Das Schilfdickicht im sumpfigen Milieu setzt sich aus Phragmites und einigen Pflanzen der Rohrkolbengewächse zusammen, ein Umweltindikator für aus dem Untergrund aufsteigendes Süßwasser, das sich mit Salzwasser vermengt und zu einem brackigen, salzhaltigen Sumpf führt.

Hier leben viele Vögel, Amphibien und wirbellose Spezies. Mehrere Rohrweihepärchen haben hier ihren Brutplatz, und während des Vogelzugs kann man viele Wasservögel beobachten, unter ihnen Wasserrallen, Blässhühner, Stockenten, Entenadler, Kormoran und Löffelreiher.

Die wunderschönen Sandstrände sind von mit wilden Kaninchen bevölkerten Felsen eingefasst und bieten Lebensraum für das maritime Radieschen, die maritime Ackerwinde, die Meeresnarzisse, Wolfsmilch, Meeresginster, bunte Silene und die gestrichelte Winde, die die Landschaft des gesamten Gebietes bereichern. Einige der hier befindlichen Sanddünen erreichen eine Höhe von 8 bis 10 Metern.

Bild stellt ab auf: Brindisi: Laghi Alimini und Torre Guacetopanorama della riserva naturale di llago alimini, brindisi

Laghi Alimini (Alimini-Seen)

In der Nähe von Otranto befindet sich einer der schönsten Orte des Salento, das Naturreservat der Alimini-Seen, das im Gebiet der Grossen und Kleinen Alimini-Seen liegt und als "ZPS = Zona di Protezione Speciale" (Unter besonderem Schutz stehendes Gebiet) eine europäische Site of Community Importance darstellt. Das Gebiet ist Lebensraum für verschiedene Tierarten. Im Inneren des geschützten Reservats befindet sich in Meeresnähe die wunderschöne, nur zu Fuß zu erreichende Baia dei Turchi, ein ursprünglicher und unberührter Ort, an dem der Sage nach die Türken während der Schlacht von Otranto im 15 Jahrhundert an Land gingen. Im Januar 2007 wurde die Baia dei Turchi vom FAI (Fondo per l’ambiente Italiano) zu einem der 100 wichtigsten zu bewahrenden Orte Italiens erklärt.

Verfasst am 20 Dezember 2008 in der Kategorie In Salento

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