Vinitaly 2010: Apulien, hallen und aussteller. www.weinwirtschaft.de

Die ProWein hatte im vergangenen Jahr eine peinliche Nähe zur Vinitaly und da verblüfft der Aufmarsch an deutschen Besuchern umso mehr: 38 Prozent der ausländischen Besucher waren Deutsche, mehr als doppelt so viele wie 2008! Trotz kurz gehaltener Margen und Umsatzeinbußen scheint es sich kaum ein italienischer Produzent nehmen zu lassen, auf der Vinitaly 2010 auszustellen. Laut Messeleitung wurden wie im Vorjahr 92.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche von über 4.200 Teilnehmern gebucht. Die 2009 erwartete Gesamtbesucherzahl von 160.000 wurde leicht unterschritten – 151.216 haben aber auch gereicht. Dafür ist der 2008er Rekord an ausländischen Gästen 2009 nochmals überschritten worden: Mit 45.083 internationalen Besuchern kamen 1.005 mehr als im Vorjahr, 49 Prozent darunter waren Agenten oder Importeure.
Die rote Weinwelt Apuliens besteht aus drei wichtigen und ziemlich unterschiedlichen Gebieten: Kommerziell besonders erfolgreich sind die Primitivo-Herkünfte di Manduria, del Salento und di Puglia. Charakterstark sind die Weine der DOC Castel del Monte, die aus den Sorten Uva di Troia und Montepulciano gekeltert werden und bisher am besten von Torrevento (D3), Tormaresca (G3) und Rivera interpretiert werden. In Italien genießt der Salice Salento oder Negroamaro del Salento und di Puglia hohes Ansehen. Historische Betriebe wie Leone di Castris mit seinen Rosé-Spezialitäten, Taurino und Candido haben früh auf Qualität gesetzt.
Rubino ist ein aufstrebender moderner Betrieb (G3) mit Beratung von Riccardo Cotarella, der die neue junge und preisgünstige Linie Terre del Sole vorstellen wird, die Conti Zecca (F3) sind eine feste Größe, wie inzwischen auch Castello Monaci (GIV, Isola G3, 68-69), die Cantina di Copertino, das Frauenweingut Vallone, das Weingut des Schlagersängers Albano Carrisi, der Roséspezialist Rosa del Golfo, Cantele, Lomazzi & Sarli. Die mächtige Kellereigenossenschaft Due Palme (D2), die Cantina Sociale von Locorotondo (E4) und die sympathischen Primitivo-Spezialisten vom Consorzio Produttori Vini di Manduria haben Mengen und Qualität zu bieten. Zwei Ausnahmebetriebe sind die Accademia dei Rascemi von Gregory Perucci, der jede apulische Rebsorte verschiedenster Lagen einzeln ausbaut und die Azienda Monaci des legendären Önologen Severino Garofano, der aber in Halle 7 ausstellt.
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Verfasst am 05 April 2010 in der Kategorie Presseschau
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