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Weinwirthschaft: Italien vor der Vinitaly

Weinwirthschaft: Vinitaly 2010 Italien vor der Vinitaly. www.weinwirtschaft.de

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Vinitaly 2010 Italien vor der Vinitaly: Apulien

Luigi Rubino gehört das Weingut Rubino in Brindisi mit 200 Hektar Rebfläche, verteilt auf vier verschiedenen Klimazonen. Der Betrieb zählt zu den modernsten und größten Privatkellereien Apuliens. Luigi Rubino hat im vergangenen Jahr das Export-Konsortium Best Puglia Wines ins Leben gerufen, dem er als Präsident vorsteht. Rubino vertreibt 70 Prozent der Produktion im Ausland.

Wie beurteilen Sie die Qualität der aktuellen Jahrgänge?

2009 war ein bemerkenswerter Jahrgang für die Weißweine, weil wir erstmalig den Alkoholgrad reduzieren konnten – statt über 13 Grad sind wir bei 12,5 Grad angelangt. Die Weine sind frischer, so wie es der Markt verlangt, haben aber nichts an ihrer Komplexität eingebüßt. Die Qualität des Primitivo ist mittel, also verzichten wir auf die Produktion unseres Top-Primitivos. Negroamaro und Susumaniello hingegen sind sind gut bis super geworden. An Menge haben wir gegenüber 2008 rund 10 bis 12 Prozent verloren. 2008 war ein klimatisch ausgeglichener Jahrgang, ihm haben wir einen sehr guten Negroamaro zu verdanken. 2007 war problematisch, weil die Trauben aufgrund der Hitze zu früh reif waren.

Wie ist die Nachfrage in Deutschland und auf anderen wichtigen Märkten?

Deutschland ist einer der drei wichtigsten Exportmärkte für uns und macht mit der Schweiz und Österreich 35 Prozent unserer Exportquote aus. In 2009 konnten wir leichte Zuwächse verbuchen, die wir in 2010 zumindest halten wollen.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung desWeinbaus in Ihrer Region?

Apulien bedeutete für die Meisten Massenweine zu billigen Kursen. Langsam erkennt man, welche eleganten, kühlen und charakterstarken Weine das Land zu bieten hat. Der Norden hat es immer einfacher gehabt, weil die Touristen leichter dorthin gekommen sind. Das ist vorbei, weil es jetzt Direktverbindungen von allen wichtigen deutschen Flughäfen nach Bari und Brindisi gibt. Natürlich trinken die Leute lieber einen Wein, den sie mit der Landschaft und der Küche verbinden können, die sie in denFerien kennengelernt haben.

Welchen Einfluss hat das regionale Marktgeschehen auf Ihre eigene Firma?

Ich kaufe keine Trauben. Aber im Moment ist es für alle schwierig, für die Winzer, die Kellereien und die Kooperativen. Die Traubenpreise decken kaum die Kosten, deshalb werden viele Rebflächen aufgegeben. Kooperativen müssen schließen. Nach dieser Krise wird nichts mehr wie vorher sein, nur die Stärksten werden überleben. Das Schlimme ist, dass Apulien nie in der Lage war, seine Schätze zu kommerzialisieren.

Was erwarten Sie von der Vinitaly 2010? Bringen Sie Neuigkeiten mit?

Ich möchte meine Kunden treffen und mit ihnen ein besseres 2010 konzipieren. Wir werden eine neues Basislinie auf der Vinitaly vorstellen, die Tenute del Sole. Das sind vier frische, trinkige Weine, ein weißer Malvasia, ein Primitivo und zwei Negroamaros, einer als Rosé vinifiziert.

www.weinwirtschaft.de

Verfasst am 05 April 2010 in der Kategorie Presseschau

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